Für das Ende 2011 genehmigte Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg, erfolgt nun der Baustart. Eine Bietergemeinschaft unter der Führung der Strabag wurde von Projektwerber via donau mit den Bauleistungen beauftragt und beginnt dazu ab sofort mit den Bauvorbereitungen im Projektgebiet nahe Bad Deutsch-Altenburg.
Integrierter Planungsansatz
Zielsetzung des Vorhabens ist es, jene flussbaulichen Maßnahmen zu testen, die zur nachhaltigen Sicherung des Nationalparks und der Entwicklung der Binnenschifffahrt beitragen. Vorgesehene Maßnahmen in der Projektstrecke sind Uferrückbau und Uferabsenkung, die Anbindung des Johler-Nebenarmes sowie die Optimierung der Niederwasserregulierung. Die Zugabe von etwas gröberem Donaukies soll die Stromsohle vor einer weiteren Eintiefung schützen. Das Vorhaben dient nicht nur einer Erprobung wasserbaulicher Lösungen und bautechnischer Vorgänge, sondern auch der Entwicklung und Erprobung der erforderlichen technischen und ökologischen Beurteilungsverfahren.
„Das Pilotprojekt, das von anerkannten ExpertInnen aus Ökologie, Schifffahrt und Wasserbau gemeinsam entwickelt wurde, sieht auf einer Teststrecke von rund 3 Kilometer umfangreiche Maßnahmen zur Renaturierung der Donau vor. Erstmals werden wir dabei auch ein in Österreich entwickeltes Verfahren testen, welches der problematischen Eintiefung der Donau entgegenwirken soll“, kommentiert Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer via donau, die nun startende Umsetzungsphase.
Beteiligung und Mitsprache
In Rahmen eines von via donau initiierten Beteiligungsmodells ist sichergestellt, dass betroffene und interessierte Gruppen, beispielsweise aus Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltorganisationen am Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg wirkungsvoll mitarbeiten können. „Das Vorhaben wird u.a. vom Nationalpark Donau-Auen, von Umweltorganisationen wie dem WWF oder Bird Life, von der Bundeswirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung, der IGÖD sowie von namhaften WissenschaftlerInnen unterstützt. Für den Projekterfolg ist der Dialog mit den einzelnen Gruppen mitentscheidend. Wir können und wollen voneinander lernen! Auch die positive Beurteilung durch die zuständigen Behörden hat gezeigt, dass unser Weg der integrativen Planung der richtige ist“, so Hans-Peter Hasenbichler.
Die Projektdauer, die sich auch nach ökologischen und schifffahrtstechnischen Aspekten richtet, ist für ca. 2,5 Jahre angesetzt. Während der gesamten Laufzeit sorgen ein wissenschaftliches Monitoring sowie eine ökologische Bauaufsicht für eine verantwortungsvolle Umsetzung aller Maßnahmen.
Wien | Niederösterreich, 5. März 2012
(c) Foto: via donau
Rückfragen:
via donau Unternehmenskommunikation
Bettina Pepek
Tel: 504321 – 1400 | 0664 808 42 1400
E-Mail: bettina.pepek via-donau.org
Projektübersicht
Auftraggeber: via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH im Auftrag des bmvit
Standort: Nahe Bad Deutsch-Altenburg, Donau Stromkilometer 1887,5 bis 1884,5
Projektdauer: ca. 2,5 Jahre
Baukosten: ca. 14 Mio. Euro (Basiskosten exkl. MwSt.), davon rund 50 % EU-Förderung
Über via donau:
via donau, ein 2005 gegründetes Unternehmen des bmvit, ist der international führende Wasserstraßenbetreiber im Donauraum. Mit dem ExpertInnenwissen von rund 270 MitarbeiterInnen beispielsweise für Schifffahrt und Logistik, Hochwasserschutz und ökologischen Wasserbau serviciert via donau zahlreiche Bezugsgruppen entlang der Donau. Dabei steht die nachhaltige Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraums Donau im Mittelpunkt.
Europas modernste Wasserstraßen- gesellschaft – Aufgaben, Ziele und Projekte
Alles über Transporte auf der Donau sowie Daten und Fakten zur Wasserstraße
Die Service- und Informationsseiten für alle Schifffahrts- treibenden auf der Donau
Flussbauliches Gesamtprojekt Donau östlich von Wien
Realisierung eines nachhaltigen Hochwasserschutzes an der March.
Danube Ports Online
via donau Blaue Seiten Online